Sprache – Friesisch

Friesische Sprache

Nordfriesisch wird noch in großen Teilen Nordfrieslands gesprochen. Dies betrifft die Inseln Amrum, Föhr, Sylt, Helgoland, die Halligen sowie einige Harden des nordfriesischen Festlands. Von etwa 164.000 Nordfriesen sprechen noch 10.000 Friesisch. Es gibt 9 Insel- und Küstendialekte. Einige von diesen Dialekten sind vom Aussterben bedroht. Durch die Annahme des Friisk Gesäts 2004 hat die Sprache in Nordfriesland und Helgoland den Status einer Amtssprache.

Das Nordfriesische wird als ernsthaft gefährdet eingestuft, da es nur noch an wenigen Orten, im Norden der Insel Amrum und im Westen der Insel Föhr, innerhalb der Familien an die jüngere Generation weitergegeben wird.

Unterrichtet wird das Nordfriesische an Schulen und Kindergärten. Im Selbststudium kann das Friesische durch Sprachkurse erlernt werden. Die einzige Professur für das Friesische innerhalb Deutschlands befindet sich an der Universität Kiel. Der Pflege der friesischen Sprache nehmen sich insbesondere auf Föhr der Föhrer Heimatverein, der Fering Ferian, und auf Amrum der Amrumer Heimatverein, der Öömrang Ferian, an.

Als inoffizielle nordfriesische „Nationalhymne“ wird das Lied „Gölj – rüüdj – ween“ (Gold – Rot – Blau) von Albrecht Johannsen (1888 – 1967) gesungen. Bekannte nordfriesische Wahlsprüche sind „Rüm hart – klaar kiming“ (Weites Herz – klarer Horizont), in dem sich die Weltläufigkeit der inselfriesischen Kapitäne spiegelt, und das im 19. Jahrhundert geprägte politische Schlagwort „Liiwer düüdj as slaaw“ (Lieber tot als Sklave), das den sprichwörtlichen Unabhängigkeitssinn der Friesen pointiert.

Friesisch in 5 Minuten – Kurzlehrgang für unsere Gäste